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EUROPÄISCHER BILDUNGSPASS FRÜHFÖRDERUNG UND FAMILIENBEGLEITUNG
FÜR KINDER MIT BEHINDERUNG
Frühförderung (IFF) behinderter oder von Behinderung bedrohter
Kinder (400.000 Kinder in der EU) ist eine ganzheitliche Betreuungsstruktur,
deren Ziel eine frühzeitige Intervention und Prävention
langfristiger Beeinträchtigung ist (Alter: 0-6 Jahre) ist.
IFF wurde in den späten 70er Jahren in ganz Europa implementiert,
mit jeweils unterschiedlichen legistischen, organisatorischen und
Ausbildungszugängen. Die Fachkräfte kommen aus heilpädagogischen
Grundberufen (AT, DE, LU), teils aus dem Medizinbereich (LT, IT,
EE), teils in Kombination mit psychosozialen Services (NO). Der
Zugang zum Berufsfeld IFF ist in keinem europäischen Land im
Sinne einer einheitlichen Ausbildung reglementiert.
Ziel und Produkt
EBIFF hat zwei wesentliche Ziele:
<> Das Ermöglichen von Vergleichbarkeit formaler und
informeller Bildungsangebote in der IFF
<> Erleichterung des Zuganges zur Aus- und Weiterbildung
Diese Ziele sollen mit den folgenden Produkten erreicht werden:
<> Europäischer Bildungspass "Frühförderung" auf der Basis
ECTS-Punkte (European Credit Transfer System)
<> Online Self-Assessment-Instrument zur Bewertung formalen
und informellen Lernens für Fachkräfte und Bildungsträger (web-tool).
<> Schaffung temporärer Zertifizierungskommissionen auf der
Basis des Bildungspasses bestehend aus Bildungsträgern, Bildungsplanern,
Berufsvertretungen und Nutznießern (Eltern) zur Bewertung durchlaufener
Ausbildungen.
Vorgangsweise
1) EBIFF analysiert formale und informelle Bildungswege
und Angebote und
2) clustert aufbauend auf Vorarbeiten ein Anforderungsprofil „IFF"
in Richtung Ausbildungsnotwendigkeiten (Curriculum).
3) Das System ECTS wird im Berufsfeld „Frühförderung“
eingeführt, und ermöglicht für vorhandene formelle
und informelle Bildungsangebote eine ECTS-Umrechnung.
4) Der Pilotdurchlauf der ECTS-Anwendung durch Fachkräfte und
Bildungsanbieter in den Partnerländern ermöglicht erstmals
die Vergleichbarkeit und Übertragbarkeit von erworbenen Qualifikationen.
5) Die Schaffung temporärer Zertifizierungskommissionen ermöglicht
erstmals die Anerkennung formalen und informellen Lernens auf der
Basis eines Bildungspasses.
6) Nachhaltigkeit wird durch die Durchführung von Disseminationsstrategien
ab Beginn des Projektes
Partnerschaft
4 Aspekte stehen im Mittelpunkt:
a) größtmögliche geographische Einbindung,
um vorhandene formale und informelle Lernangebote europaweit zu
erfassen (AT, BE, CZ, EE, ES, GR, IE, IT, LT, NL, NO, PL, RO)
b) Identifizierung inhaltlichen ExpertInnenwissens, d.h.
Einbindung von Institutionen, die im Handlungsfeld „Frühförderung“
Best-Practice-Beispiele darstellen
c) Größtmögliche sektorale Einbindung: 1)
NutznießerInnen (d.h. Operativ Tätige und Eltern), 2)
Bildungsträger, 3) Forschungseinrichtungen (Universitäten)
und 4) Bildungsplaner (Bildungsministerium CZ)
d) Größtmöglichste Dissemination, einerseits
durch die europäische Dimension (European Association) und
Einbindung vorhandener Netzwerke vom Beginn des Projektes.
Zielgruppen
Primäre Zielgruppe:
Fachkräfte in der Frühhilfe, d. h. in Betreuung, Therapie
von behinderten oder davon bedrohten (Klein)kindern und deren Eltern
(Risikogruppe von 2,6-7% eines Geburtsjahrganges).
Sekundäre Zielgruppe:
Betreute Familien (1,6-3% European-agency.org), oder rund 400.000
Familien (Alter zwischen 0 und 6): Kein Beruf ist so komplex wie
IFF(Speck), da die Arbeit in Familien erfolgt, unklare Prognosen
vorliegen, Methodenvielfalt eingesetzt wird (z.B. das Alter der
Kinder, die Art der Beeinträchtigung, Motivation).
Die Vergleichbarkeit von Ausbildungen ermöglicht für die
Fachkräfte ein gemeinsames europäisches Konzept der Grundbildung
im Bereich IFF. IFF erfordert lebensbegleitendes individuelles Lernen,
da einerseits die Bedürfnisse für die Familien jeweils
individuell sind, andererseits durch ständig wachsendes Wissen
in den involvierten Wissenschaftsbereichen (Neurowissenschaften,
Systeme, Entwicklungspsychologie, Genetik..) ständiger Fortbildungsbedarf
besteht. Ein Europäischer Bildungspass systematisiert und komplettiert
jeweils individuelle Bildungszugänge und -notwendigkeiten.
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